Dezember
Prüfung Pferdekunde II
November
Und es geht munter weiter :-)
Am zweiten Wochenende dieses Monats fand der Pferdekunde II Lehrgang in Lügde statt. Auch wenn thematisch vieles bekannt war und der Lehrgang reines Pflichtprogramm, ein großes Lob an Catrine für die Vermittlung des Unterrichtsstoffes. Es war zu keiner Zeit langweilig und die praktischen Einheiten nach dem Mittagessen haben die beiden Lehrgangstage gut aufgelockert.
Die Prüfung folgt Anfang Dezember.
Am 18. November stand dann die lang erwartet Sichtung in Wagenfurth vor der Tür. Insofern eine extra Herausforderung, da Mully das erste mal auf Reisen und somit auch erstmals alleine in neuer Umgebung war. Das hat ihn alles aber gar nicht weiter beindruckt und so hat er sich in seiner Gastbox schnell wohlgefühlt.
Begonnen wurde mit den Bodenarbeitsaufgaben, die Mully auf dem ihm unbekannten Reitplatz richtig prima gemeistert hat.
Ungewohnt wurde es erst, als es an das Longieren ging. Die Kulisse war im Laufe des Vormittags noch recht unruhig und so ist es mir an der Longe eher schlecht gelungen ihn mit der Aufmerksamkeit bei mir zu halten. Hinzu kam, dass wir kurzfristig statt am Kappzaum auf Trense longieren sollten. War so nicht eingeübt und ist bei uns zu Hause auch maximal dann der Fall, wenn zeitgleich ein Reiter auf dem Pferd sitzt.
Half aber nichts, war nun den Moment die Prüfungsaufgabe und so zeigten wir uns beim Longieren leider nicht so harmonisch, wie wir das eigentlich können.
Bei der Reitaufgabe war Mully schon sichtlich ruhiger und aufmerksamer. Die Bahnfiguren in Schritt und Trab liefen gut. Ebenso die Vorhand- und Hinterhandwendung und das Überwinden der Trabstangen. Nur zum Abschluss der Reitaufgabe stand ich mir dann wieder selbst im Weg.
Da wir in den zurückliegenden Wochen den Galopp in der Bahn haben etwas schleifen lassen, kam plötzlich meine Unsicherheit wieder und ich hab' mir weniger zugetraut, als mein Ponychen kann. Alles in Allem also noch etwas ausbaufähig.
Aber, das ist ja der Vorteil einer Sichtung: es ist eine Bestandsaufnahme.
Der Kurzvortrag, der dann noch innerhalb von 10 Minuten aus dem Ärmel geschüttelt werden musste, lief soweit gut.
Mein ausgelostes Thema waren "Impfungen und Entwurmungen" und dazu hatte ich praktischerweise am Vorwochenende ja erst einen Lehrgang besucht :-)
Oktober
Diesen Monat standen der Lehrgang und die Prüfung zur Übungsleiter-Assistentin auf dem Plan.
Über den Sinn und die Notwendigkeit dieser noch jungen Ausbildungsmöglichkeit wird gerne kontrovers diskutiert. Entscheident ist aber: durch den "ÜL-A" habe ich jetzt die ersten beiden Themengebiete auf dem Weg zum Übungsleiter schonmal abgearbeitet. Er ist ganz allgemein also für alle, die über die Ausbildung zum Übungsleiter nachdenken, bereits ein erster Schritt, auf dem doch recht zeitintensiven Weg und für manche vielleicht auch bereits eine Entscheidungshilfe, ob man an diesem Thema dran bleiben möchte oder nicht.
An zwei Wochenenden beschäftigten wir uns mit den Themen "Tierschutz, Unfallverhütung, Haftungsarten und Versicherung" sowie "Didaktik, Methodik und Unterrichtsformen". Da auch das freie Reden für den weiteren Verlauf nicht ganz unwichtig ist, gehörte zu diesem theorielastigen Lehrgang auch die Vorbereitung eines Kurzreferats und eines etwas längeren so um 15 Minuten.
Die Prüfung selbst bestand aus mehreren Teilen: dem schriftlichen mit 20 Fragen zu den bearbeiteten Themen, der praktischen Unterweisung, einem Referat zu einem 10 Minuten zuvor mitgeteilten Thema aus der Pferdekunde und dem Abschlussgespräch.
Fazit: wer schneller redet, ist auch schneller fertig 🤣 Nein, Scherz. Übung für die weitere Fortbildung: langsamer reden.
September | Der Fortbildungsmarathon hat begonnen :-)
Nach einem langen Vorlauf von der ersten Überlegung bis jetzt, habe ich mich in diesem Herbst dazu entschieden, den "Übungsleiter VFD" endlich in Angriff zu nehmen.
Ein Thema, das schon lange geplant ist, aufgrund von zeitlichen, organisatorischen und räumlichen Herausforderungen jedoch gar nicht so einfach umsetzbar. Die VFD ist bekannt dafür, dass ihre Ausbildungsstufen umfangreich sind.
Das ist gut so, bedeutet aber auch, dass man sie neben Familie, Kindern und Beruf nicht mal so nebenbei mitnimmt.
Die Entfernung zum NRW-Standort Niederkrüchten, so wie einem Schwung an notwendigen Kursen, die vorab zu absolvieren sind, haben mich meine Teilnahme bisher auf die lange Bank schieben lassen.
Nun laufen aktuell aber vorbereitende Lehrgänge im Landesverband Hessen und somit nah bei im Umkreis von Kassel.
Wenn also nicht jetzt, wann dann.
In der zweiten Septemberwoche stand jedoch erstmal die Auffrischung der Ersten Hilfe an. Dies ist alle zwei Jahre erforderlich, um als VFD-Geländerittführerin versichert zu bleiben, ebenso ist es auch für die Übungsleiter-Lizenz Voraussetzung.
Und sind wir doch mal ehrlich, Erste Hilfe kann so entscheidend sein. Da macht es ohnehin Sinn, das Wissen regelmäßig aufzufrischen, um eine eventuelle Scheu an der Sache zu verlieren und sicherer zu werden. Erfahrungsgemäß ist man im Ernstfall nämlich doch erstmal nervös.
In diesem Jahr war ich bei der DRK Borgentreich-Bühne und durfte einen Kurs mit viel Praxisbezug und geforderter Eigeninitiative mitmachen.
Am 16./17. September folgte dann der VFD-Bodenarbeitskurs auf der Miss-Jessie's-Ranch in Wagenfurth.
Ziel des Lehrgangs ist das Bewusstsein zu schärfen, für eine sinnvolle und gymnastizierende Arbeit vom Boden, durch Körpersprache und Kommunikation mit Respekt und Vertrauen, sowie das Erarbeiten von Bodenhindernissen. Die richtige Ausrüstung, Hilfengebung und Unfallverhütung gehören natürlich auch dazu.
Und so konnten wir alten Pferdehasen unter der Leitung von Andreas Vogt an zwei Lehrtagen unser Wissen vertiefen und erweitern.
Die abschließende Prüfung haben alle Teilnehmer bestanden und nun geht es für unsere Truppe im Oktober weiter mit den Lehrgangswochenenden zum Übungsleiter-Assistenten, die nächste Stufe Richtung Übungsleiter.
Am 8./9. Juli haben wir mal wieder eine kleine Auszeit mit einem Besuch in Bückeburg verbunden und als Zuschauer am Workshop der Hofreitschule "Pferde mit Handycap" teilgenommen.
Es waren zwei tolle Tage, die aufgezeigt haben, wie der barocke Ansatz auch für Pferde mit kleineren und größeren Einschränkungen prima Fortschritte bringt.
Darüberhinaus haben wir neue Kontakte knüpfen können und interessante Gespräche geführt.
11.März| Heute fand ein weiterer Tageskurs "fit4horse: Massagen-Dehnungen-Faszientechnik" mit Marry Grahl statt.
Wir können dieses Thema wirklich weiterempfehlen. Die Theorie wird von Marry ausführlich vermittelt und später im Tagesverlauf in der Praxis von jedem Teilnehmer unter Anleitung angewendet. Die entspannenden Reaktionen der Pferde sind die beste Bestätigung und man bekommt als Pferdehalter ein besseres Gefühl für das Zusammenspiel der Pferdemuskeln und für die Zusammenhänge im Pferd selbst.
Februar | Aufbereitung der Reithallen-Tretschicht
Getreu dem Motto "nicht quatschen, machen" haben wir uns etwas spontan dazu entschieden, die Tretschicht der Reithalle noch in diesem Winter ausbessern zu lassen. Die letzte Auffrischung hatte im Herbst 2019 stattgefunden und mittlerweile war der Boden doch sehr fest, aber vor allem wellig und uneben geworden.
Es stand zur Wahl ausschließlich zu nivellieren oder doch auch neuen Sand einzuarbeiten.
Da wir 2019 nur neuen Sand eingearbeitet hatten und uns der Zuschlag mit Vlies mittlerweile als sinnvoller erschien, haben wir uns trotz der höheren Kosten für das Aufwerten mit einem Sand-Vlies-Gemisch entschieden.
Zuerst wurden mittels Planiergerät und Lasertechnik die Unebenheiten beseitigt und der vorhandene Sand auf ein einheitliches Niveau gebracht. Anschließend konnte die neue Tretschicht aufgebracht und verteilt werden. Zu guter Letzt wurde diese oberflächlich in einer Tiefe von 10cm mit dem alten Sand vermengt, um ein einheitliches Gemisch zu erreichen.
Vielen Dank an das Team von "Behn Projekte" für die zeitnahe Beratung und die zuverlässige Umsetzung.
11.Februar | Tageskurs "fit4horse: Massagen-Dehnungen-Faszientechnik" mit Marry Grahl
(aufgrund der hohen Nachfrage findet am 11.März ein weiterer Kurstag statt)
Projekt: neuer Boden für die Führanlage
In den Tagen um den Jahreswechsel haben wir uns mit einigen Einstellern um die Ausbesserung und Erneuerung der Führanlagentretschicht gekümmert.
Der alte Sand war nach fünf Jahren doch sehr durchgenudelt und so wurde es mal wieder Zeit für etwas frisches.
Hierfür haben wir zuerst den alten Sand, bis auf wenige Zentimeter abgetragen. Anschließend mittels einer guten Idee den Boden begradigt, um dann eine Bahnbreite Kunstrasen darauf zu legen.
Wir haben absichtlich etwas Sand unter dem Rasen gelassen, um kleine Unebenheiten im Unterboden auszugleichen.
Wir hatten uns entschieden Kunstrasen unter die Tretschicht zu legen, damit sich die Laufspur weniger austritt.
Den Rasen mit einer Breite von 2m, haben wir in ca. 3m lange Stücke geschnitten und zuerst überlappend verlegt.
Anschließend haben wir ihn bündig abgeschnitten und Stoß-an-Stoß gelegt, um ein Hochklappen und Hängenbleiben zu vermeiden.
Zum Schluss haben wir eine neue Tretschicht Sand mit etwa 5cm aufgetragen und erneut gerade gezogen.
Da es bei uns nahezu unmöglich ist kleine Mengen Quarzsand/Reitsand zu bekommen, haben wir uns für Füllsand entschieden.
Dieser ist allerdings auch nur für eine flache Tretschicht und bei wenig Nutzung geeignet. Würde die Führanlage ausgiebiger frequentiert, hätten wir uns sicher für hochwertigeren Sand entschieden.
Für das Projekt haben wir etwa 40 lfd. Meter Kunstrasen benötigt und knapp 6to Sand. Die reinen Materialkosten lagen bei 500 Euro.
Lieben Dank an die helfenden Hände, insbesondere Felix und Max, die ihre freie Zeit mit in den Hof gesteckt haben.
Nachtrag nach ca. 8 Wochen Nutzung: Das bündige Verlegen hat sich als minimal nachteilig herausgestellt, da sich der Sand an dieser Stelle unter den Kunstrasen arbeitet und etwas aufhäuft. Die Pferde stört es jedoch nicht wirklich. Nur als Info, falls es Euch interessiert ;-)